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Naturnahe Lebensweise

Warum uns eine naturnahe Lebensweise wichtig ist, und was es bedeutet, naturnah zu leben.

Der Ursprung der Menscheit liegt ja bekanntlich in einer Ursuppe begründet, woraus sich alles Leben entwickelt haben soll ... für Freunde unbewiesener wissenschaftlicher Postulate sicherlich eine akzeptable Grundlage. Für einen aufgeweckten Geist gibt es aber im Hier und Jetzt viel interessantere Anhaltspunkte, um zu dem Schluss zu kommen, Natur und Menschheit gehören zusammen.

Die zur Zeit (noch) vorherrschende Zivilisation auf unserem Planeten hat nur leider vor gar nicht allzu langer Zeit ein interessantes Spielzeug entdeckt: die Technik, mit all ihren schönen aber auch häßlichen Seiten. Und wie das mit Spielzeug, und vor allen Dingen mit neuen Entdeckungen so ist: Da wird erst einmal ausprobiert, was das Zeug hält und was man damit alles machen kann.

Und auf einmal gibt es Massenvernichtungswaffen, Giftmüll, Radioaktivität und so weiter. Und wenn dann mal was daneben geht, haben wir auch schön alles was davon, man denke nur mal an Fukushima.

Walbeck_Torsten + AdrianWas also tun, sprach Zeus? Naja, die Menschen haben doch auch noch die Natur, ihren ursprünglichen Lebensraum. Sie haben Wälder, Auen, Täler, Berge und Flüsse. Die werden doch sicher irgendwann dahinter kommen, daß die Natur einen höheren Stellenwert hat als ihre weiterentwickelten Steinzeithämmer.

Und in dieser Phase befinden wir uns gerade. Sicher ist es nützlich, sich in eingeschmolzenes und umgeformtes Eisenerz zu setzen, ein paar Schalter aus chemisch aufbereitetem Erdöl zu betätigen und sich durch die Gegend zu bewegen, über Distanzen, welche man zu Fuß halt nur beschwerlich zurücklegen könnte. Auch ist es einfach, sich mit Massenernährungsmitteln zu versorgen, welche kaum noch verwertbare biologische Substanz beinhalten, und dabei unsägliches Leid bei der Tierhaltung verursacht haben. Aber muss das wirklich sein? Wie haben es die Menschen denn früher gemacht, vor dem Technikwahnzeitalter?

Auch heute noch basiert die Lebensmittelproduktion in ihrer Grundlage auf Produkten aus der Natur, wie Pflanzen, Tieren, Bakterien und Mikroben, weil es eben anders kaum geht. Der Mensch ist und bleibt ein Naturwesen. Obwohl die Petrochemie es bestimmt lukrativ fände, wenn wir uns alle von Plastikhamburgern ernähren könnten.

Wo wir auch schon beim Tauschandel, ich meine dem "modernen" Geld wären. Warum gehen die meisten Menschen denn arbeiten? Wohl um sich mit dem verdienten Geld die Dinge kaufen zu können, welche sie zum überleben brauchen. Leider basiert unser Wirtschaftssystem aber ja auf einem zinsgetriebenen Saugstrudel, welcher vom Prinzip her mehr Geld zurückverlangt als ausgeteilt wurde, und schwupps sitzen ganze Staaten und Kontinente in der Zinsfalle und können nur noch durch immer mehr neu generiertem Geld dem totalen Kollaps entkommen - auf der anderen Seite konzentriert sich aber das wieder eingesammelte Geld immer mehr bei den Gelderzeugern, welche über die beteiligten Banken immer reicher und reicher werden - und der einfache Arbeiter muss immer mehr und mehr Arbeiten gehen, um sich doch noch etwas Chemieessen leisten zu können.

Wo ist hier der Ausweg? Ganz einfach, macht es doch einfach so wie früher: Jeder Mensch hat seine Qualitäten, seine Fähigkeiten, etwas, was er besonder gut kann. Dies stellt er all den anderen der Gemeinschaft, sprich Gesellschaft zu Verfügung, wofür er von den anderen mit dem versorgt wird, was er braucht und selber nicht herstellen kann, und schon entsteht ein Kreislauf, nur diesmal ohne Saugstrudel in der Mitte. Deswegen heissen wir auch Naturfreundeskreis und nicht Naturfreundessaugstrudel.

Dieses einfache Prinzip des Geben und Nehmens wurde über Jahrtausende praktiziert, heutzutage scheint es aber ziemlich in Vergessenheit geraten zu sein.

Was braucht es also, um eine autarke, sich weitgehend selbstversorgende Gemeinschaft aufzubauen? Zu ersteinmal den Lebensraum, welchen wir ja zum Glück von der Natur zur Verfügung gestellt bekommen. Richtig gelesen, die Natur war schon da, bevor der Mensch Anspruch darauf erhob und sie zu einem handelbaren Gut machte. Lebensraum ist also vorhanden, man braucht ihn nur in Anspruch zu nehmen, was man am besten in einem Bereich tut, wo soetwas erschwinglich ist. Und schon sind wir hier im strukturschwachen Gebiet am ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen. Wer hier durch die Lande fährt, sieht und kriegt die besten Vorraussetzungen sozusagen auf dem Silbertablett präsentiert: Fruchtbarster Bördeboden, welcher wegen seiner Fruchtbarkeit als Maßstab, Bodenzahl 100,  fürt den Rest des Landes gilt! Und was befindet sich da wo gerade kein fruchtbarer Boden ist, sondern sich Menschen damals angesiedelt hatten, um ihn von Hand und mit Pferd zu beackern? Genau, verlassene, alte, zum Teil schon verfallene Höfe ! Einer neben dem anderen. Was damals die 10 - 20 (!) Höfe pro Dorf an umliegendem Ackerland bewirtschaftet haben, macht heute ein großer Agrarbetrieb mit 10 Angestellten. Was wird also nicht mehr gebraucht und steht leer? Genau, die alten Höfe. Und wie sehen die genauer aus?

Und schon sind wir in der Abteilung Urwald gelandet. Urwald Natur. Ja, auch hierzulande gab es mal einen Urwald. Und auch ursprüngliche Vegetation. Und die bestand zum großen Teil, etwas 2/3 der Landfläche aus Wäldern. Vielleicht auch mehr. Die Wissenschaftler streiten sich halt gerne über Zahlen. Diese Wälder nun wurden nach und nach abgeholzt, und aus dem Waldboden wurde mühselig Ackerland gemacht. Es wurden auch wieder Bäume angepflanzt, aber viel wurde abgeholzt, um unter anderem als natürliches Baumaterial zum Häuserbau verwendet zu werden. Deswegen bestehen viele alte Häuser und Höfe noch auf Lehmfachwerk. Später kamen dann die Ziegel hinzu, einfach gebrannter Lehm mit Sand drinnen, sonst nix. Alles super natürliche Rohstoffe, Lehm und Sand halt durch Hitze verfestigt, etwas Kalkmörtel dazu, fertig. Kalk ist übrigens auch ein sehr ursprüngliches Material, welches nur durch Hitze veredelt wird um als Mörtel oder Wandfarbe dienen zu können. Nix mit (Petro)Chemie ...

Als die Menschen ihren ganzen Giftmüll und die daraus entstandene Technik noch nicht hatten, blieb ihnen ja gar nichts anderes übrig, als mit natürlichen Baumaterialien zu arbeiten. Oder eben das Gemüse natürlich, wir würden heute Demeter sagen, anzubauen. Und die Zeitzeugen, die schönen alten Bauten mit den dazugehörenden Nebengebäuden stehen leer und verfallen langsam ! Leute wacht auf und kommt her !

Wir waren einmal in einem nahegelegenen "Ziegel"werk, auf der Suche nach Lehmklumpen. Dort haben wir gesehen, woraus heute "Ziegel"steine gemacht werden: aus einer stinkenden grünen Masse, auch mit etwas Lehm und Sand drinnen, aber einem Großteil Chemieabfall  und Gift drinnen. Nach dem Brennen sieht und riecht man das kaum noch, aber mit einem natürlichem Bau- und Rohstoff hat das nicht mehr viel zu tun.

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