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Hofbelebung - Lebenshoefe

Hofbelebung - Lebenshoefe
Ihr wollt Euch auf den Weg machen Richtung Selbstversorgung, Permakultur und naturnaher Lebensweise? Kommt raus auf´s Land, hier freuen sich zahlreiche verlassene Höfe und gute Muttererde auf Eure liebvolle und tatkräftige Zuwendung. Wege zum eigenen Hofe gibt es viele, macht einfach den ersten Schritt.

 

Immer wieder begegnen uns Menschen, die den Traum vom Leben auf dem eigenen Hof träumen, so wie wir ihn lange Zeit träumten. Der kleine feine Unterschied ist, dass wir ihn inzwischen leben und vom Träumen ins Tun gekommen sind.

"Lebe Deinen Traum und träume nicht Dein Leben". So viel Wahres liegt darin.

Nur all zu oft hören wir: "Ja, wir haben kein Geld. Wie sollen wir denn an einen Hof kommen." und schon ist der Grund gefunden, gar nicht erst loszugehen, anzufangen, zu beginnen. Jaaa, ich würde ja wenn....

"Wer etwas wirklich will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe." kleine Ergänzung von uns: "... und wenn es keinen Weg gibt, mach Dir einen!"

Es wird sich ein Weg formen, wenn Ihr es wirklich ernst meint und dies dem Unniversum ganz unmissverständlich zeigt durch Euer Tun. Kleiner Tip: Hört um Himmels Willen auf, Euch zu fragen, wie das denn gehen soll. Das Universum ist so etwas von kreativ und wenn Ihr bereit seid, Euch wie Kinder überraschen zu lassen, offen seid für Neues und felsenfest davon überzeugt seid, dass dies Euer Weg ist, dann fügt es sich auch.

So ein Wunder vollzieht sich nach Gesetzmäßigkeiten, in verschiedenen Schritten:

Küche Nov.2009

1. Wunsch klar äußern, was will ich, wie will ich leben.

2. Losgehen, ins Tun kommen.

3. Irgendwann kommt die Phase, der Moment der Überprüfung. Wie ernst ist es Euch damit?

4. Weiter machen, Ackern, alle Kraft rein geben, voller Focus voraus, Wege zum Ziel offen lassen.

5. Wenn Ihr Alles, wirklich Alles gegeben habt, loslassen, Alles frei geben.

6. Danke fühlen, für das was Ihr bisher leben, lernen durftet

 

Das ist die Tiefe von. "Der Weg ist das Ziel."

Nun ist der Boden bereit, das Wunder zu empfangen. Erst dann und wirklich erst dann, wenn das Danke aus tiefstem Herzen zeigt, dass Du bereits dort angekommen bist, wohin Du Dich ursprünglich auf den Weg gemacht hast.

Nehmen wir z.B. mal die vielen wundervollen Höfe und Länderein hier in unserer Umgebung:

1. Variante: Hof steht lange leer, ist für super kleinen Obulus abzugeben. Seid Ihr Bereit für solche Geschenke und auch bereit, die Verantwortung dann dafür zu übernehmen?

2. Variante: Oma oder Opa leben auf dem Hof, können ihn allein gerade noch so halten. Das das nicht mehr lange so gut geht ist allen klar, aber heut gehts halt noch, was morgen ist schauen wir morgen. Die Kinder sind in der Regel weit weg, haben ihr eigenes Domizil und wollen, den Hof nach Oma´s (Opa´s) Heimgang veräußern. Nun, bietet es sich doch an, mit zu helfen, dass Oma (Opa) möglichst lange ein gutes Leben auf dem Hof führen können, Alt hilft jung und umgekehrt. Win, win, win für alle, Oma (Opa), Ihr, Hof. Oma ( Opa) können so noch lange auf Ihrem Höfchen bleiben, sind gut versorgt und ... ganz ehrlich, das gute Geld wird nicht zusammen mit Oma (Opa) in ein teures Pflegeheim gesteckt. Ja und Ihr bekommt eine Perspektive.

3. Variante: Hof steht lange leer, Eigentümer zerstritten, sind sich nicht einig. Oftmals träumen sie noch den Traum von gigantischen Immobilienpreisen. Dass ihr gutes Stück seit dem letzten Besuch vor 15 Jahren zur Ruine wurde, vergessen sie oft dabei. Ansatz: Ihr übernehmt die Pflegschaft für Haus und Hof, d.h. anmieten für die Übernahme der Nebenkosten und vor dem weiteren Verfall retten. So könnt Ihr Lernen, Euch versorgen, habt ein Dach über dem Kopf, der Hof wird erhalten und wer weiß....

4. Variante: Großer Hof, wird nur noch zu einem Teil gebraucht und genutzt, der Rest verkümmert und liegt mehr oder weniger brach. Respektvoller Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und denen der anderen läßt Lösungen finden, mit denen alle gut leben können. Nicht das Teilen des Grund und Bodens mit kostenaufwändigen Vermessungen usw. macht Sinn, sondern das Miteinander weiter kommen. Ja, das heißt oft, Abschied nehmen von bisherigen versteinerten Vorstellungen, rein in die bewegliche Lebendigkeit und weg nehmen, was VOR uns steht, unsere VORstellungen.

Ihr merkt schon, Möglichkeiten gibt es viele. Wo sind die Menschen, die in Foren, Chat u.s.w. immer wieder tönen, oh, wir wollen ja so gerne?

Wir laden Euch ein, Ihr könnt bei uns zelten im Garten, Camper aufstellen, Gästezimmer ist da. Über Wwoof z.B. bekommt Ihr für ein paar Stunden Mitarbeit täglich freie Kost und Logi und könnt Euch in Ruhe hier umschauen.

Wie haben wir begonnen, kleine Rückerinnerung:

Höfchen_11.2009

Unser Höfchen kam aus einer abendteuerlichen Mischung aus Variante 1, 2 und 4 zu uns. Am Tag der Beurkundung und Schlüsselübergabe hatten wir keine 10... Euro in der Tasche. Wir haben mit einer an die Autobatterie angeklemmten Glühbirne, mitgebrachtem Wasser und Kerzen begonnen. Zwei Monate später zogen wir mit unserem kleinen Sohn (1,5 Jahre) ein. Wir bewohnten einen Raum, der Wohn, Schlaf- und Arbeitsraum zugleich war, Lehmputz pur, dunkel wie eine Bärenhöhle. Wir hatten eine kleine Küche mit Holzofen und ein eisekaltes Klo-Kabuff mit Topfspülung, eine Treppe tiefer, Flur vereist. Am Tag unseres Einzuges sank das Thermometer um über 10 Grad auf minus 18 Grad, es tobte ein Schneesturm, Schnee lag auch in den Fensterbänken unserer Stube.Telefon ging nur in einem seit 25 Jahren unbeheizten Raum im Erdgeschoss, Tasten vereist, hörte ich dann oft bei Anrufen auf Ämtern "Ist gerade zu Tisch, rufen Sie bitte in 10 Minuten noch mal an." ...

Bad_Nov.2009Mit dem Höfchen haben wir unseren lieben Heini, einen Opa,der bereits hier im HausStube_Nov.2009 geboren wurde "übernommen." Heini selbst hatte einen Mietvertrag von 1956 und seit dem seine 3 Räume im Haus perfekt ausgestattet, gerüstet für jeden Katastrophenfall. Welten lagen zwischen seinem und unserem "Wohncomfort". Vor dem Hofkauf gaben wir unser Wort, dass Heini bleiben mag solange er möchte und wir hatten eine wirklich gute Zeit miteinander. Klar hätten wir ihn auf Eigenbedarf hin umquartieren können, stand ja nirgends fest, kein Wohnrecht oder so und 53 Euro Miete für 3 wohnfertige Räume und ein Minibad... Manch einer wäre da wohl in Versuchung geraten. Wir haben uns durchgebissen und Heini wurde unser stärkster Verbündeter, engster Vertrauter, liebster Opa und Lehrer.

Heute lebt Heini im Pflegeheim im Nachbarort und Hand auf´s Herz, ich wünsch mir, er wäre noch hier bei uns.

Schwarzküche Sept.2013Nun, der Anfang und besonders der erste Winter waren alles andere als rosig, unsere Stube_Nov.2013 Knochen waren bis in den heißen Sommer tiefgefroren und selbst heut im Rückblick kann ich dieser Zeit keine Romantik abgewinnen, außer dem einen ALLES entscheidenen Punkt: Wir haben es getan, durchgehalten und sitzen heute, da ich diese Zeilen schreibe in unserer ehemaligen kleinen Küche. Wir haben Winterfenster gebaut und vieles, vieles mehr. Nun haben wir es warm, kuschelig und gemütlich... und es ist unser. Keine Bank drückt jeden Monat auf einen Knebel-Kredtiknopf, wir haben Weite, ein wundervoll fruchtbares Stück Erde um uns herum und Raum für alles was in unserem Leben noch wachsen möchte. Ok, wir haben noch einiges vor uns, aber dafür ist doch das Leben da, oder? Unser erster Couchsurfer kam morgens mit einem Handtuch um die Schulter die Treppe herunter: "Good mornig, where is the shower? Oh, we havnt shower, when it´s rainig you can going outside, that´s a wonderful shower."

Ich war noch nie in meinem Leben so glücklich, so voller Hoffnung, habe mich so stark und gesund gefühlt, wie hier, jetzt in diesem Augenblick. Ich habe Platz genommen in meinem Leben, es fordert und stärkt mich jeden Tag auf´s Neue, dadurch spüre ich, dass ich am Leben bin, in einem Leben, dem ich gewachsen bin, in das ich hineinwachse und beschenkt bin, jeden Tag.

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